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04.07.2016

ERZHIKE soll 2017 in die zweite Runde gehen

Zur Premiere des ERZHIKE Marathon 2016 nahmen insgesamt 32 Wanderer aus unserer Region und den anliegenden Landkreisen sowie aus Bayern und Nordrhein-Westfalen teil.

Frank Vogel in seinen Funktionen als Landrat, Präsident des Kreissportbundes Erzgebirge (KSB ERZ) und Vorsitzender des Tourismusverbandes (TVE) begrüßte zusammen mit Herrn David Böttcher (Resident Manager AHORN Hotels Oberwiesenthal) und Ronny Kienert (Vorsitzender der Sportjugend Erzgebirge) ganz herzlich die Wanderer und stimmte sie am Vortag beim „Get together“ im AHORN Hotel am Fichtelberg auf die kommenden drei Tage ein. Im Anschluss informierte Daniel Schneider (Geschäftsführer des KSB ERZ) als Hauptverantwortlicher nicht nur über die Ideen bis zur Entstehung des ERZHIKE Marathon, sondern sprach auch die Besonderheiten der drei Tagestouren an.

Aufgrund des nicht erwarteten Medienrummels am Startpunkt und einer „klemmenden Startschusspistole“ konnten die 24 Starter, die mit GPS, Smartphone oder Karten ausgerüstet waren, mit einer Viertelstunde verspätet am Freitag, den 01.07.2016 starten. Vom Auersberg ging es gemächlich über ein Teilstück des Kammweges nach Potučky und von dort weiter zum Plattenberg. Entlang der Stoneman-Strecke war das nächste Teilziel der Pleßberg. Vom Pleßberg führte der Weg weiter nach Jáchymov. Knapp 37 km war man nun schon unterwegs, dann kam der sich lang ziehende Anstieg zum Keilberg. Die Qual und Anstrengung lohnte sich, denn am Gipfel angelangt, erbot sich eine wunderschöne Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Leider blieb den Wanderern nicht viel Zeit. Schließlich musste vor Einbruch der Finsternis der Fichtelberg als letzter Gipfel der Tagestour erreicht werden.

Vom höchsten Berg Sachsens hieß es Endspurt über die Piste vorbei am Schanzenkomplex zum AHORN Hotel durch den Zielbogen der Stadtwerke Annaberg-Buchholz.

53 km und 1.675 Höhenmeter allein nur im Aufstieg wurden auf der ersten Tagesetappe zurückgelegt. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 7 km/h durchlief Uwe Schneider die extreme Strecke als ob es das normalste auf der Welt wäre. Bereits nach 7,5 Stunden lief er ins Ziel ein. Danach verriet er uns, dass es dennoch eine ganz schöne Herausforderung war und an manchen Teilabschnitten es an Überwindung gekostet hat, das Tempo so zu halten. Bei Einbruch der Dunkelheit gegen 22:00 Uhr ist der letzte Wanderer und älteste Teilnehmer mit 76 Jahren im Ziel eingetroffen.

Nach der Übernachtung im AHORN Hotel am Fichtelberg führte die 2. Etappe am nächsten Tag weiter entlang der Stoneman-Strecke von Oberwiesenthal über Kretscham –Talsperre Cranzahl – Bärenstein – Kühberg – Brettmühle – Königswalde – Pöhlberg – Kleinrückerswalde – Cunersdorf – Sehmatal – Crottendorf zum Scheibenberg.

Wie am Vortag verzögerte sich der Start ein wenig. Dennoch hieß es bei noch herrlichen Sonnenschein gegen 7:45 Uhr für 20 Teilnehmer „Auf zur 2.ERZHIKE-Etappe“. Für die zweite Tagestour mussten nur 48 km und knapp 1.109 Höhenmeter im Aufstieg zurückgelegt werden, dennoch kam eine weitere Herausforderung auf die ERZHIKE-Wanderer hinzu. Das Wetter schlug gegen 11:00 Uhr um. Es wurde kühler und dicke Regenwolken zogen heran. Alle Teilnehmer wurden auf Wunsch mit Regencapes an den nächst gelegenen Verpflegungsstationen versorgt. Vor allem im letzten Teilstück bis zum Ziel (Bürger- und Berggasthof Scheibenberg) waren die Wanderbedingungen aufgrund starker Regenschauer mehr als erschwert.

Leider mussten drei Teilnehmer aufgrund zu starker Schmerzen von den Blasen an den Füßen vorzeitig abbrechen. Alle anderen 17 Starter kamen ins Ziel. Auch unser „Trailrunner“ Uwe Schneider legte wieder ein Tempo vor. Er stempelte sich mit seinen Starterkarte nach 6,5 Stunden am Scheibenberg ein. 2,5 Stunden später trafen dann die Wanderer nach und nach ein. Man sah ihnen die Anstrengung auch an, aber dennoch hatten sie diesen „ich habe es geschafft“ Gesichtsausdruck und freuten sich riesig. Gegen 18:30 Uhr waren alle im Ziel eingetroffen, so dass man rechtzeitig zurück nach Oberwiesenthal fahren konnte, um nach ersten Regenerationsmaßnahmen das EM-Viertelfinalspiel Deutschland gegen Italien in aller Gemütlichkeit anzusehen.

Aufgrund der unvorhersehbaren langen und nervenaufreibenden Fußballnacht ging es am Sonntag auf zur dritten und letzten Tagesetappe. Die Wanderer wurden mit den Bus zum Scheibenberg gebracht um die letzten 29 km und 665 Höhenmeter zu bewältigen. Wie an den anderen Tagen führte die Etappe zum Großteil entlang der Stoneman-Strecke, die diesmal durch viel Waldgebiet mit sehr gut ausgebauten Wegen verlief.

Nach einer kurzen Einweisung starteten die 20 Teilnehmer um 08:20 Uhr bei optimalen Wetterbedingungen und konnten gleich beim Abstieg vom Scheibenberg eine einzigartige und sagenhafte Bildlandschaft von der Erzgebirgsregion genießen. Die Wegstrecke führte vom Scheibenberg über das untere Becken vom Pumpspeicherwerk Markersbach, weiter zum Waldbad Rittergrün bis hinauf zum Sportpark Rabenberg. Unser eingelaufener Trailrunner Uwe lief bereits pünktlich zum Mittagessen mit einem strahlenden Lächeln durch das Endziel des ERZHIKE Marathon 2016.

Alle anderen Teilnehmer trafen allein, zu zweit oder zu dritt freudestrahlend am Sportpark Rabenberg ein. Im Ziel angekommen, konnte man seine Wanderkleidung ablegen, sich frisch machen und dann ganz in Ruhe sein Finisher-Essen genießen. Im Anschluss fand noch mit jedem Teilnehmer das Fotoshooting für das ERZHIKE-Historie-Buch und die Übergabe der Urkunde, den ERZHIKE-Pin sowie ein Multifunktionstuch der Sportjugend statt.

Drei Frauen und 10 Männer können ganz besonders stolz auf sich sein. Sie haben es geschafft alle ERZHIKE-Etappen mit unterschiedlichsten Bedingungen durchzuhalten. Eine wahrlich einzigartige Meisterleistung!

Wir haben sehr viel Feedback von den Teilnehmern bekommen. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Es war eine wirkliche Herausforderung für alle, egal ob man nur an einer Tagestour oder allen drei Etappen mit dabei gewesen ist. Abwechslungsreiche Wegbeschaffenheit, teilweise anspruchsvolle Wegführung sowie einzigartige Aussichten über die Erzgebirgslandschaft machten den ERZHIKE zu einem einzigartigen sportlichen  Erlebnis!

Die Verpflegungsstationen, die es bei jeder Tagestour alle 10 km gab, waren mit reichlich Obst, Riegel, Brötchen und Erfrischungsgetränke, die von Bad Brambacher zur Verfügung gestellt wurden, ausgestattet.

Alle waren sich einig, dass der ERZHIKE im Jahr 2017 mit kleinen Veränderungen in die nächste Runde gehen muss.

„Wir möchten sehr gerne noch mehr Wanderbegeisterte bei unserem Event begrüßen und sie in die „ERZHIKE-Geschichte“ mit aufnehmen. Aber vor allem wollen wir als Kreissportbund mit der Sportjugend auch junge Leute für das Wandern begeistern. Denn schließlich hat das Wandern in der Natur eine positive Auswirkung auf das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden. Wie bei kaum einer anderen Sportart kann man die Ausdauer trainieren, Bluthochdruck und Übergewicht abbauen, vorbeugen und bekämpfen“, so Geschäftsführer Daniel Schneider.

Die Begegnung und der Austausch mit anderen sowie die gemeinsame Herausforderung anzugehen und dann noch erfolgreich zu bewältigen, sind wesentliche Aspekte die den ERZHIKE ausmachen. Hinzukommt die Begeisterung für die wunderschöne Landschaft des Erzgebirges und seinen verborgenen Plätze, die selbst so manch ein „Arzgebirger“ noch nicht kennt, zu wecken.

Damit solch ein Event erfolgreich durchgeführt werden kann, möchten wir uns als Veranstalter ganz besonders beim Tourismusverband Erzgebirge e.V. als Kooperationspartner sowie folgenden Unterstützern recht herzlich bedanken:

Erzgebirgssparkasse, Stadtwerke Annaberg-Buchholz, Fleischerei Richter, Bad Brambacher, Erstes Annaberger Autohaus, Getränke Flath, Intersport Glass, AHORN Hotel Am Fichtelberg und Erzgebirgskreis

Bilder von TVE & KSB ERZ

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